Bye bye, Altona

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Zum 125-jährigen Jubiläum des Künstlerdorfes Worpswede, kurz vor der NDR Fernsehsendung „Landpartie“ wird in diesen Tagen das traditionsreiche „Worpsweder Landhaus“ abgerissen. Die Älteren kennen es noch als „Altona“ und denken mit Wehmut zurück an ihre Jugendzeiten, wo sie dort rauschende Feste feierten und das Tanzbein schwangen. Leider hat sich niemand gefunden, der bereit war, das marode Gebäude für viel Geld wieder aufzupäppeln. Nach langem Suchen fand sich dann ein Investor, der dieses Sahnegrundstück in allerbester Lage relativ günstig erwarb, allerdings unter der Bedingung, dass dort ein Supermarkt für Drogerieartikel entsteht. Dagegen regte sich sogleich Widerstand in der Bevölkerung, einige Leserbriefe wurden verfasst, die regionale Presse berichtete mehrfach über das Thema, eine Bürgerinitiative forderte gar das Projekt zu stoppen. Um die Gemüter zu beruhigen, wurde die Bausubstanz schlechtgeredet und zudem darauf hingewiesen, dass der Baustil des Neubaus dem bisherigen entsprechen würde, Bäume und Grün ringsherum weitgehenst erhalten bleiben und die rote Leuchtreklame dezent leuchten soll. So recht glauben mag das niemand. Ein Markt mit 700 qm Verkaufsfläche und entsprechendem Verkehrsaufkommen wird weitere Veränderungen nach sich ziehen.

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