1. Trail Relay in Schwanewede (25.11.12)

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Auf dem Siegerpodest aus großen Strohballen kamen die vier „Ummel-Renner“ aus Hepstedt richtig zur Geltung. Mit Lorbeerkränzen auf dem Kopf, als Sinnbild für Sieg und Ruhm: Die Hepstedter waren die Schnellsten beim 1. Trail Relay in Schwanewede, sie schafften die insg. ca. 25 km in 1:49:56 Stden, gefolgt von „The Expendables“ aus Bremen (1:54:35). Die „Matschrenner 144“ vom TV Lilienthal, u.a. mit Vater Dieter Mörk und Sohn Janis, setzen sich in 2:05:15 Stden auf den dritten Platz.

Mit Matsch hatten sie ihrem Staffelnamen nach also gerechnet, und den gab’s auch reichlich. Der Start- und Zielbereich sah aus wie von Riesenmaschinen durchgepflügt, der Regen am Vortag hatte die Panzerfahrspuren schön aufgeweicht. Inmitten dieses Geländes thronte auf einem Hügel die Sprecherkabine, die später bei den heftigen Sturmböen ihr Dach verlor. Mit Gummistiefeln war man richtig ausgerüstet, aber die Läufer mussten mit Laufschuhen durch das schwere Geläuf. Eine anspruchsvolle, anstrengende Strecke, die mit Schikanen und Hindernissen bestückt war. Baumstamm-Barrieren, extrem glitschige Abschnitte im Wald, Gitter, unter denen es durchzukriechen galt, ausgelegte PKW-Reifen zu überqueren, und als Clou zum Schluss der etwa der 6 km langen Runde lag noch ein großer Erdhaufen im Weg, blöderweise mit einer Riesenpfütze davor, bevor es über eine hohe Strohballen-Pyramide und einigen Runden im Matsch ins Ziel ging. Die Teilnehmer waren echt gefordert, aber es machte ihnen offensichtlich Spaß.

Sehr beeindruckend die Leistung der beiden Einzelstarter, die die 25 km allein bewältigten.
Ganz weit vorn, nämlich vergleichbar auf den 7. Platz der Staffeln, war Falko Toetzke, (StNr. 602, M40) in 2:09:51. Holger Hartmann (StNr. 601, M45) vom Triathlon Club Bremen (TCB) kam nach 2:58:58 Stden erschöpft ins Ziel. Für ihn war es die Vorbereitung zu einem Marathonlauf. Er sagte, das wäre überhaupt nicht mit einem Halbmarathon vergleichbar, sondern viel schwerer.

Zwei Duo-Staffeln waren am Start: „The best of 1981“ (StNr. 42), Jens Oliver Müller und Marcel Plagge, liefen in 2:08:57, also in einem für diese Strecke und den Hindernissen beachtlichen 5er Schnitt, auf den 6 Platz. Manfred und Marvin Redetzky (StNr. 31) benötigten 2:26:05 Stden.

Unter den insg. 182 Teilnehmern waren 37 Frauen. Zwei reine Frauenstaffeln, die „Rhader Amazonen“ (StNr. 32) und das „Sportwelt-X-treme“-Team (StNr. 38).

Überraschend waren auch Fischerhuder vertreten: Die Brüning-Gruppe kam gleich mit 3 Teams, das A-Team (Start Nr. 11) kam in 2:25:48 Stden. auf Platz 21 der Staffelwertung. Am Start waren auch die „Matschos“, „Die Warmduscher“, die „4 apokalyptischen Reiter“, der „Kuh-Cux-Klan 1“ und mein Lieblingsteam zum Fotografieren, die „Hairliner’s 1 u. 2“, die von mir den Preis für das schönste Trikot bekommen. Die Bundeswehr fiel nicht durch besondere Kreativität auf; „7./ Kdo SES FOF“ und „ZAW“ klingt wenig fantasievoll, auch „BwZKrs“ ist ein Zungenbrecher. Nur die vier vom „need 4 speed“-Team (StNr. 1, in blauem T-Shirt) hatten sich was überlegt.

Ohne die tatkräftige Unterstützung der Bundeswehr, die nicht nur das Gelände, sondern auch den Streckendienst und die Sanitäter/innen stellte, wäre diese Veranstaltung gar nicht möglich gewesen. Das Gebiet der Laufstrecke muss man sich so vorstellen wie den gesamten Weyerberg in Worpswede, mit ähnlichem landschaftlichem Charakter: etwas hügelig, Kiefernwald mit Heideflächen dazwischen. Panzer fahren da keine mehr herum, der Standort Schwanewede wird bekanntlich aufgegeben.

Das Startgeld in Höhe von 24 Euro pro Staffel-Teilnehmer erschien zunächst recht happig und hat vielleicht einige von der Teilnahme abgehalten. In Anbetracht der außerordentlich aufwendigen Streckenpräparation erscheint das aber angemessen. Für den Veranstalter ist das, zumindest bei der geringen Teilnehmerzahl, ein sattes Minusgeschäft.

Von daher muß man dem Organisator Utz Bertschy, der heute selbst unermüdlich im Einsatz war, viel Anerkennung und Lob entgegenbringen, dass er diese tolle Veranstaltung, die sicherlich bei der ersten Auflage ihre Kosten nicht einspielen wird, auf die Beine gestellt hat. Wenn sich das rumspricht, die Bilder verbreitet werden, dann kann mit dem mehrfachen der heutigen Teilnehmerzahl gerechnet werden. Der Commander hat sich jedenfalls sofort entschlossen, im nächsten Jahr dabeizusein. Ein anderer wird bestimmt mitmachen, wenn er nicht gerade auf See ist. D

Wetter: 8-10 Grad C., trocken, starke Windböen.
Teilnehmer: 182 (davon 37 Frauen)(44 Staffeln á 4, davon 5 Bundeswehr, 2 2er-Staffeln, 2 Einzelstarter / 2 reine Frauenstaffeln!)

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             (Matthias Lindner, 25.11.12)

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