15. Bremerhavener Seemeile 2013

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Die Bremerhavener Seemeile ist unterschiedlich lang. 6 Seemeilen waren in diesem Jahr 9,6 Kilometer. Sagten die mit der schwarzen 610er von Garmin, die mit dem Touchscreen. Einer mit der 310XT, das ist die orange, auf der auch ältere Läufer noch die Zahlen lesen können, meinte 9,7 Kilometer. Am Start, der diesmal ziemlich weit oben Richtung Radarturm stattfand, wurde mal wieder heftig debattiert, wie lang denn eine Seemeile nun wirklich sei. Die Spanne reichte von 1,6 bis 1,8-und-nochwas-Kilometer. Harald, der 78-jährige, der schon überall auf der Welt gelaufen ist und früher im Hafen gearbeitet hat, wusste es natürlich genau: 1852 Meter. Nun werden in Bremerhaven nicht etwa Landmeilen gerechnet, was ja die Streckenlänge erkären könnte. Nein, es hängt mit den vielen Baustellen zusammen, die jedes Jahr eine andere Umleitung erfordern, bis endlich mal alles rund um die Havenwelten mit Klimahaus und Dubai-Hotel fertig ist.

Von den diesjährigen Zeiten müssen sowieso ca. 4 Minuten abgezogen werden. Solange mussten 250 Läufer vor der Schleuse am alten Leuchtturm warten, weil der Schleusenwärter sich entschlossen hatte, gerade um die Zeit paar Minuten nach dem Start um 11 Uhr, in aller Seelenruhe zwei Sportboote durchzuschleusen. Das wäre das Bild des Tages gewesen, dieser Läuferpulk auf der Brücke. Vielleicht hat jemand ein Handy-Foto gemacht?

Es geht maritim zu bei der Seemeile. Kein Startschuss, stattdessen wird mit dem Nebelhorn angetutet.
Dann geht’s Richtung Norden, erst am Mediterraneo, dem „Dubai“-Hotel und den Tiergrotten vorbei. Über die Schleuse am etwas schief anmutenden Leuchtturm, dann direkt an der Wasserkante entlang in frischer Seeluft, die nach Tang und Meer und Urlaub riecht, bis zum Wendepunkt kurz vor der Kaiserschleuse. Ein wenig hinauf und oben auf dem Deich mit etwas Rückenwind zurück, an der Hafenmole entlang zu den „Havenwelten“ vorbei zum Schiffahrtsmuseum.

Das Wetter zeigte sich läuferfreundlich mit Temperaturen um 10-12°C. Während des Laufes war es sonnig, aber nicht zu heiß, dazu wehte eine leichte, kühlende Brise. Später wurde es wechselhaft mit zeitweise leichtem Regen, kühl und ungemütlich, so dass die Teilnehmer bald vom Platz verschwanden.

Zusammen mit seinem eingespielten Team sorgte Bernd Koppe, der Organisator und Chef der Leichtathletikabteilung des OSC Bremerhaven, wieder einmal für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Für den Schleusenwärter kann er schließlich nichts. Über die große Beteiligung von Schülern und Kindern dürfte er sich gefreut haben. Bei den Hauptläufen wäre noch Platz für weitere 100 Teilnehmer. Die Seemeile ist noch ein echter Volkslauf für alle.

Oliver Sebrantke (LC Hansa Stuhr) kam zum ersten Mal und nahm gleich – wie nicht anders zu erwarten von einen Bremen-Marathon-Sieger – den Titel mit, er lief die 12sm (ca. 19.5. km) locker in 1:14:57. Janina Heyn (ATS Buntentor) war über 12 sm in 1:28:51 bei den Frauen vorn.

—Die Familie Compaore—
Aus Brake kommen sie, die Compaores. Eine echte Läuferfamilie. „Papa ist eine lahme Ente“, meinten die beiden Mädchen, Talina und Maya, die schon eine viertel bzw. halbe Seemeile hinter sich hatten. Moussa, der Papa, in seinem farbenfrohen Dress, war 3 Seemeilen gelaufen. Aber Inga Compaore (736), die Mama, legte die längste Strecke zurück, 12 Seemeilen – so um die 20 Kilometer – in 1:57:04 Stden. Eigentlich sollte es ja geheim bleiben: Wir haben den Zieleinlauf wiederholt, mit Superlächeln für ein schönes Foto.

Ergebnislisten und Infos zu anderen Veranstaltungen: bremerhaven-lauf.de
Pressebericht Nordsee-Zeitung: Seemeile_2013 (PDF)

Teilnehmerzahlen: Schüler/Kinder 1/4 sm – 85 | 1/2 sm – 154 = 239
Hauptläufe: 3 sm – 104 | 6 sm – 87 | 12 sm – 53 = 244 | insges. 483 Teilnehmer.

(Matthias Lindner 17.05.13)

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